Am 30.7.2020 ist die MS Wissenschaft zum Thema BIOÖKONOMIE in See gestochen. Mit dabei zwei Exponate von der Hochschule für Künste in Bremen: Die Pendelhocker von Fiona Wördehoff und die Akustik-Waben von Prof. Andreas Kramer.

Unter dem Titel „Multitalent Popcorn“ wird den Besuchern vermittelt welche Vorteile neuartige Werkstoffe aus aufgepopptem Mais haben. Auf der Basis von geschrotetem Futtermais lässt sich ein Popcorngranulat herstellen. Das wird mit naturnahen Bindemitteln vermischt. Dieser Verbundwerkstoff kann zu stabilen und dennoch leichten Platten oder dreidimensionalen Bauteilen verarbeitet werden, die zum Beispiel im Möbelbau zum Einsatz kommen. Oder es ersetzt Produkte auf Polystyrolbasis, bekannt als Styropor. Dazu zählen zum Beispiel Dämmstoffplatten und Verpackungen. Popcornprodukte dämpfen den Schall, sind schwer entflammbar, haben eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit und sind extrem leicht – das spart Transportkosten.

In dem Kooperationsprojekt zwischen der „AG Chemie und Verfahrenstechnik von Verbundwerkstoffen“ am Büsgen-Institut der Georg-August-Universität Göttingen unter Leitung von Prof. Dr. A. Kharazipour, der Doktorandin C. Pertsch und der Hochschule für Künste Bremen unter Leitung von Prof. A. Kramer, wurden mit Studierenden des Studiengangs „Integriertes Design“ neue Produkte aus Popcorn entwickelt.

In der Ausstellung die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Initiative der deutschen Wissenschaft ‚Wissenschaft im Dialog‘ konzipiert wurde, können die Besucher die Akustik-Waben von Prof. Andreas Kramer immer wieder zu neuen Mustern anordnen oder auf den Pendelhockern von Fiona Wördehoff dynamisch sitzen, und dabei erfahren wie sich das Popcorn Material anfühlt und wie leicht es ist.

Das Schiff startete am 30. Juli in Münster und ist dann bis zum 17. Oktober (Straubing) unterwegs. 
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